Pressemeldung Nr. 256 vom

Neuer Propaganda-Vorstoß zur Verhinderung :GRÜNE: Atomlobby fürchtet Rückholung des Asse-Mülls

Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hat die Behauptung eines ehemaligen Mitarbeiters des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), dass der Asse-Atommüll nicht rückholbar sei, scharf kritisiert.

Der Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Stefan Wenzel hat die Behauptung eines ehemaligen Mitarbeiters des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), dass der Asse-Atommüll nicht rückholbar sei, scharf kritisiert. "Herr Siemann stammt aus dem Umfeld des Ex-Atomkonzernvorstandes Gerald Hennenhöfer, der heute als Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium die Strippen zieht. Von dieser Seite haben wir nichts anderes erwartet", sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag (heute) in Hannover. "Die Atomlobby bekommt offenbar Panikattacken bei der Vorstellung, dass ihre wilde Müllkippe genauer unter die Lupe genommen wird!"

Schon Ende letzten Jahres habe Siemann ein Papier mit ähnlich "destruktiven Botschaften" verbreitet, erinnerte Wenzel. Daraufhin sei die Rückholungsstrategie in einem Workshop des BfS auf Herz und Nieren getestet und bestätigt worden. 

Neu sei, dass die selbsternannten Rückholungsverhinderer jetzt schon vor dem Abschluss der Faktenerhebung behaupten, dass die Arbeiten unmöglich sind. "Diese These ist nicht zu begründen", sagte der Grünen-Politiker. "Wir erwarten deshalb von allen Beteiligten, dass sie konstruktiv an der Rückholung arbeiten." Was menschenmöglich sei, müsse auch möglich gemacht werden, forderte Wenzel.

An der Aussage, dass die Rückholung genauso unmöglich sei, wie eine 100-Meter-Sprint-Zeit unter 10 Sekunden, zeige sich, wie töricht hier argumentiert werde. "Dass Herr Siemann nicht so schnell laufen kann, wird wohl stimmen. Aber der Weltrekord steht zur Zeit bei 9,8 Sekunden. Auch bei der Asse muss der Ehrgeiz so groß werden wie bei einem Weltrekordversuch!"

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