Pressemeldung Nr. 1964 vom

GRÜNE: Auffällige Kinder und Jugendliche in qualifizierte Pflegefamilien statt Einschluss im Heim - Interventionsprogramm der Landesregierung bereits nach Ankündigung im letzten Wahlkampf gescheitert

Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, die Jugendämter besser bei ihren Bemühungen um eine qualifiziertere Einzelfallbearbeitung von auffälligen Kindern und Jugendlichen zu unterst...

Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, die Jugendämter besser bei ihren Bemühungen um eine qualifiziertere Einzelfallbearbeitung von auffälligen Kindern und Jugendlichen zu unterstützen. Die intensive pädagogische Betreuung, insbesondere auch die Fremdbetreuung in hierfür geeigneten Pflegefamilien müsse erleichtert werden, sagte der rechtspolitische Sprecher Thomas Schröder am Freitag (heute) in Hannover. Dies wäre eine wirksame Maßnahme. Er kritisierte CDU und SPD, die wieder einmal kurz vor dem Wahltermin mit Forderungen nach dem Wegschließen von sogenannten "Crash-Kids" um Schlagzeilen buhlen würden.
Die heutige Ankündigung des Innenmnisters sei "ein alter Hut", sagte der Grünen-Politiker. Bereits im letzten Wahlkampf hätte sich die SPD genötigt gesehen, auf die populistischen Forderungen der CDU mit einem eigenen "Interventionsprogramm" der Ministerien für Justiz, Kultus und Soziales zu antworten. Auch darin war die Unterbringung und pädagogische Betreuung auffälliger Kinder in besonderen Einrichtungen vorgesehen. Dieses Interventionsprogramm, das mit erheblichen Haushaltsmitteln ausgestattet war, sei gescheitert, sagte Schröder. Kein niedersächsischer Träger wäre bereit gewesen, eine entsprechende Einrichtung zu schaffen, weil der Bedarf hierfür weitaus geringer ist als es Medienberichte erscheinen lassen. Die dafür vorgesehenen Haushaltsmittel wurden gestrichen.
Ts/zm

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