Pressemeldung Nr. 251 vom

In Niedersachsen 526 Stellen nicht besetzt:GRÜNE befürchten Erzieherinnenmangel

Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, ein Konzept zur qualitativen und quantitativen Verbesserung der Erzieherinnenausbildung vorzulegen.

Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, ein Konzept zur qualitativen und quantitativen Verbesserung der Erzieherinnenausbildung vorzulegen. "Wenn dem Lehrermangel nicht der Erzieherinnenmangel folgen soll, muss das Land Niedersachsen nicht nur besser, sondern auch mehr ausbilden", sagte die kinder- und jugendpolitische Sprecherin Miriam Staudte am Montag in Hannover.
Zur Umsetzung des Bund-Länder-Beschlusses, bis zum Jahr 2013 für 35 Prozent der unter Dreijährigen eine Betreuungsmöglichkeit anzubieten, brauche man "speziell geschultes Personal".

Für die Ausbaupläne würden von der Bundesregierung trotz prognostiziertem Rückgang der Kinderzahlen zur Betreuung der über Dreijährigen zusätzliche 50.000 Vollzeitstellen bzw. 68.000 Teilzeitstellen bundesweit errechnet. Auf Niedersachsen, das ein Zehntel der Bundesbevölkerung stellt, entfielen also entsprechend der Bevölkerungszahl 5000 Vollzeit- beziehungsweise 6800 Teilzeitstellen. Da Niedersachsen im Vergleich mit anderen Bundesländern jedoch den größten Nachholbedarf hat, rechnen die Grünen mit einem Vielfachen dieser Zahl. "Schon jetzt gibt es niedersachsenweit 526 offene Voll- und Teilzeitstellen, 2004 waren es nur 128" sagte die Grünen-Politikerin.

Staudte: "Der ErzieherInnenberuf muss durch verbesserte Arbeitsbedingungen wie kleinere Gruppengrößen attraktiver gemacht werden."

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