Grüne befürchten: Nationalparkhaus Fedderwardersiel vor dem Aus - Landeszuschuss nicht an Personalkosten koppeln

Die Pläne des niedersächsischen Umweltministeriums, die Förderung der Nationalparkhäuser zu kürzen und die Fördermittel künftig an die Personalkosten zu koppeln, werde das Nationalparkhaus Fedderwarde...

Die Pläne des niedersächsischen Umweltministeriums, die Förderung der Nationalparkhäuser zu kürzen und die Fördermittel künftig an die Personalkosten zu koppeln, werde das Nationalparkhaus Fedderwardersiel vor schwere Probleme stellen, befürchtet die Nordenhamer Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter.
Die vorgesehene Kürzung der Landesmittel von 59.000 Euro auf künftig 55.000 Euro sei möglicherweise verkraftbar, so Korter. Viel problematischer sei die Absicht des Ministeriums, die Auszahlung der Fördermittel an die Personalkosten zu koppeln. "Künftig soll die Fördersumme maximal 60% der Personalkosten ausmachen. Um die 55.000 Euro Landesförderung voll ausschöpfen zu können, müssen also ca. 91.600 Euro an Personalkosten nachgewiesen werden. Das ist fast der gesamte Jahresetat", rechnet Ina Korter vor.
Noch im vergangenen August sei Niedersachsens Umweltminister Sander in Butjadingen gewesen und habe zugesichert, Nationalparkhaus und Museum in Butjadingen hätten für die nächsten 4 Jahre keine substanziellen Kürzungen zu befürchten, erinnert Ina Korter. "Minister Sander ist nicht nur wortbrüchig geworden, er versucht auch noch mit Buchhaltertricks das wahre Ausmaß der Kürzungen zu verschleiern", meint die Grünen-Politikerin.
Korter fordert deshalb, zumindest die Koppelung der Landesförderung an die Personalkosten zurückzunehmen. "Die FDP redet doch immer so gerne von Eigenverantwortung. Bei den Nationalparkhäusern macht Minister Sander jedoch das genaue Gegenteil. Die Verantwortlichen vor Ort und nicht Bürokraten in Hannover sollten entscheiden, wofür das Geld sinnvoll eingesetzt wird. Hauptsache, die qualifizierte Bildungsarbeit bleibt erhalten", so die Abgeordnete.

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