Grüne begrüßen Interregio-Ersatz für Osnabrück - Trassenbelegung schnell prüfen
Eine Überprüfung der Trassenbelegung auf der Bahnstrecke Osnabrück - Hannover fordert die niedersächsische Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Die Grünen fordern in einem Schreiben an die Land...
Eine Überprüfung der Trassenbelegung auf der Bahnstrecke Osnabrück - Hannover fordert die niedersächsische Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Die Grünen fordern in einem Schreiben an die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) diese auf, mit dem Eisenbahnbundesamt (EBA) zusammen die Überprüfung kurzfristig vorzunehmen und die Ergebnisse dem Wirtschafts- und Verkehrsausschuss vorzulegen. "Wenn es freie Kapazitäten zwischen Hannover und Osnabrück gibt, muss die Bahn diese der NordWestBahn zur Verfügung stellen," so der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion Stefan Wenzel. Die rot-grüne Bundesregierung habe die Aufgaben und Befugnisse des EBA zum 1. Juli erweitert, um allen Eisenbahnunternehmen einen uneingeschränkten Zugang zum Schienennetz zu ermöglichen. Jetzt müsse das EBA prüfen, ob sich die Bahn auch an diese Vorgabe halte.
Die NordWestBahn plant das Angebot eines Expressverkehres zwischen Osnabrück und Hannover - mit Halt in Melle und Bünde - als Ersatz für den Interregioverkehr, den die Bahn ab 15.12.2002 auf der Strecke einstellen will. Die Bahn hatte der NordwestBahn den Zugang zu der Strecke mit der Begründung verweigert, die Strecke sei vollständig belegt. "Die Bahn streicht den Interregio mit dem Hinweis, dass er sich nicht rechnet. Wenn ein Konkurrenzunternehmen jetzt statt dessen fahren will, muss die Bahn diese Möglichkeit ohne Vorbehalte prüfen und darf ihre eigenen Gesellschaften nicht bevorzugen," fordert die Osnabrücker Abgeordnete Doro Steiner. Ein Interregio-Ersatz sei für die Region deshalb zu begrüßen, da er schneller als der Nahverkehr sei und preisgünstiger als der von der Bahn geplante IC. Außerdem plane die NordWestBahn im Gegensatz zur IC-Verbindung immer einen Zwischenhalt in Melle und Bünde.
gö