Pressemeldung Nr. 103 vom

Forderung des Landesrechnungshofs nach Abbau von Lehrerstellen greift zu kurz:Grüne: Bildungsinvestitionen sind notwendig und sinnvoll

„Lehrerstellen nur als Kostenfaktoren zu begreifen, ist zu kurz gegriffen und die Forderung nach deren Reduzierung demnach auch keine Antwort auf drängende politische Fragen.“

Darum geht’s

In seinem Mittwoch vorgelegten Jahresbericht 2014 empfiehlt der Landesrechnungshof unter anderem einen deutlichen Abbau von Lehrerstellen.

Das sagen die Grünen

Ina Korter, schulpolitische Sprecherin

„Lehrerstellen nur als Kostenfaktoren zu begreifen, ist zu kurz gegriffen und die Forderung nach deren Reduzierung demnach auch keine Antwort auf drängende politische Fragen.“

„Mit dem Ausbau der Schulen zu Ganztagsschulen und der Umsetzung der Inklusion stehen wir vor großen Aufgaben. Deutschland hat hier noch einen deutlichen Entwicklungsrückstand gegenüber anderen Ländern. Im internationalen Vergleich ist der Bildungssektor in Deutschland noch immer deutlich unterfinanziert.“

„Aus der demografischen Entwicklung heraus ergeben sich Spielräume. Diese wollen wir nutzen, um Herausforderungen im Bildungssektor, auch unter den Bedingungen der Schuldenbremse, bewältigen zu können. Auch die Anhebung der Unterrichtsverpflichtung war nur damit zu rechtfertigen, dass zusätzliche Mittel für den Ausbau der Schulen erforderlich sind.“

Gerald Heere, haushaltspolitischer Sprecher

„Während der Landesrechnungshof aus betriebswirtschaftlicher Sicht argumentiert, ist es Aufgabe der Politik, ganzheitlich zu denken. Bildungsinvestitionen sind volkswirtschaftlich absolut sinnvoll, da sie sich in der Zukunft mehrfach auszahlen.“

„Eine dauerhafte Haushaltskonsolidierung ist nicht allein durch Ausgabenkürzungen machbar. Investitionen in die Zukunft – für uns Grüne besonders Bildungsinvestitionen – sind da unerlässlich.“

Zum Hintergrund

In ihrer Koalitionsvereinbarung hatten Grüne und SPD der Bildungspolitik und zielgerichteten Bildungsinvestitionen oberste Priorität eingeräumt, um soziale Teilhabe und wirtschaftlichen Erfolg zu ermöglichen. 2013 hat die rot-grüne Koalition die „Zukunftsoffensive Bildung“ beschlossen, die zusätzliche Mittel unter anderem für den Ausbau der Ganztagsschulen, für die Inklusion und für weitere Qualitätsverbesserungen vorsieht.

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