GRÜNE: BSE-Schnelltests auch bei Schafen - Tiermehlverfütterung generell verbieten
Die Durchführung von Schnelltests auch bei geschlachteten Schafen haben die Landtagsgrünen als Sofortmaßnahme gegen die BSE-Seuche gefordert. Der agrarpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein verwies am...
Die Durchführung von Schnelltests auch bei geschlachteten Schafen haben die Landtagsgrünen als Sofortmaßnahme gegen die BSE-Seuche gefordert. Der agrarpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein verwies am Dienstag (heute) in Hannover auf die Häufung der sogenannten Scrapie-Fälle bei britischen Schafen. Diese BSE-ähnliche Schafskrankheit gilt als Auslöser der Rinderseuche.
Der Grünen-Politiker sprach sich für ein generelles Verbot der Tiermehlverfütterung an alle Nichtwiederkäuer und auch für Heim- und Zootiere aus, um die Seuchentilgung konsequent zu betreiben. Unter das Verbot sollten auch tiermehlähnliche Stoffe wie Blutmehl, Tierfette oder Aminosäuren fallen, die heute noch als Schlupflöcher im Verfütterungsverbot genutzt werden.
Klein: “Die BSE-Bekämpfung braucht radikale Maßnahmen. Wir müssen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Mit Halbherzigkeiten lassen sich Seuchen nicht ausmerzen.“
Zusätzlich forderte Klein die Verordnung eindeutiger und umfassender Kennzeichnungspflichten für alle Produkte in denen Rinderbestandteile enthalten sind, auch im Nonfoodbereich. "Jeder Verbraucher muss die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, welches Risiko er für sich eingehen möchte. Die heutige Kennzeichnungspraxis reicht dafür nicht aus.“