Pressemeldung Nr. 70 vom

Standhaftigkeit des Umweltministers gefordert:GRÜNE: CDU-Vorschlag für Gorleben ist "vergiftete Praline für Gabriel"

Die Landtagsgrünen haben den Bundesumweltminister aufgefordert, sich nicht auf den von der Union in der Berliner Koalition geplanten Endlager-Deal einzulassen. Der atompolitische Sprecher Andreas Meihsies sprach von einer „vergifteten Praline für Gabriel“.

Die Landtagsgrünen haben den Bundesumweltminister aufgefordert, sich nicht auf den von der Union in der Berliner Koalition geplanten Endlager-Deal einzulassen. Der atompolitische Sprecher Andreas Meihsies sprach von einer "vergifteten Praline für Gabriel".
Es sei ein fauler Trick der Konservativen, statt der notwendigen neuen Standortsuche für ein Atommüll-Endlager die weitere Erkundung von Gorleben durch internationale Experten überprüfen lassen zu wollen. "Wenn Gabriel sich darauf einlässt, dann wird das Endlager unweigerlich Gorleben heißen", sagte Meihsies am Mittwoch (heute) in Hannover.
Der Grünen-Politiker forderte vom Bundesumweltminister Standhaftigkeit. "Zu einem systematischen Suchverfahren, das deutschlandweit vergleichend angelegt ist, gibt es keine Alternative."
Allerdings seien in diesem Verfahren Transparenz und Öffentlichkeitsbeteiligung unabdingbare Voraussetzungen für ein Gelingen. Meihsies: "Dies ist internationaler Standard." Länder wie die Schweiz oder Schweden hätten nur deshalb fortgeschrittene Endlagerprogramme, weil sie die Bevölkerung von Anfang an eingebunden hätten. "An diesem internationalen Standard muss sich auch Deutschland orientieren", sagte Meihsies. Wer sich dem verweigere, lasse alles auf ein Scheitern in der Endlagerfrage hinauslaufen.

Zurück zum Pressearchiv