Pressemeldung Nr. 3928 vom

Grüne: Chance für den Naturschutz vertan - Kritik an der Besetzung des Nationalparkleiters Harz

"Wo, wenn nicht in einem Nationalpark, gehört ein Naturschützer auf den Chefsessel", kommentiert die naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Dorothea Steiner die Berufung von Fors...

"Wo, wenn nicht in einem Nationalpark, gehört ein Naturschützer auf den Chefsessel", kommentiert die naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Dorothea Steiner die Berufung von Forstdirektor Andreas Pusch zum neuen Leiter des Nationalpark Harz. Die Chance, mit der Zusammenlegung der beiden Harz-Nationalparke auch einen ausgewie-senen Naturschutzfachmann an die Spitze der Verwaltung zu stellen, sei vertan worden. Die Entscheidung für einen Forstmann mache erneut deutlich, welchen geringen Stellenwert der Naturschutz in Niedersachsen unter einem Umweltminister habe, der sich mehr für die Nutzung als für den Schutz der Natur stark mache.
Die konservativen Landesregierungen in Hannover und Magdeburg hätten das Strickmuster durchgehalten: der Verwaltungssitz kommt nach Sachsen-Anhalt und Niedersachsen stellt den Leiter. Es dränge sich der Eindruck auf, dass diese Personalentscheidung nicht nach fachlichen, sondern nach politischen Gesichtspunkten getroffen worden sei. Die Berufung von Andreas Pusch sei auch ein Schlag ins Gesicht für die bisherigen Nationalparkleiter im Ost- und Westharz, denen man offenbar diesen Job nicht mehr zutraue, so Steiner.

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