GRÜNE: Eigenverantwortliche Schule braucht mehr pädagogische Flexibilität und demokratische Beteiligung

Auf Ablehnung bei den Landtagsgrünen stößt der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe des Kultusministers zur eigenständigen Schule. "Die pädagogische Seite dieses Konzeptes ist bangbüxig, die Vorstellung...

Auf Ablehnung bei den Landtagsgrünen stößt der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe des Kultusministers zur eigenständigen Schule. "Die pädagogische Seite dieses Konzeptes ist bangbüxig, die Vorstellungen zur Mitbestimmung der Schulen sind fragwürdig", fasst die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Korter ihre Kritik zusammen.

Oberstes Ziel müsse die Verbesserung der Qualität sein; dazu benötigten die Schulen Res-sourcensicherheit und Unterstützung. "Um neue Lernformen zu entwickeln und den Unter-richt stärker zur individualisieren müssen die Schulen vor allem aber mehr Freiräume für pädagogische Konzepte bekommen", forderte die grüne Schulexpertin. Es reiche nicht, den Schulen nur geringfügige Abweichungen vom traditionellen Stundenplan zu erlauben. Es müsse ermöglicht werden, in viel stärkerem Maße als bisher auch fächerübergreifend zu lernen. "Entscheidend ist, dass die Schülerinnen und Schüler die festgelegten Ziele errei-chen. Wie die Schulen dahin kommen, muss stärker ihnen selbst überlassen werden", so Korter.

Scharfe Kritik äußerte die Grünen-Politikerin an der Absicht des Kultusministers, die Mitbe-stimmungsrechte in der Schule abzubauen. Die Qualität der eigenverantwortlichen Schule werde nicht automatisch durch die Stärkung der Schulleitung verbessert, sondern nur dann, wenn alle - Lehrkräfte, SchülerInnen und Eltern - daran beteiligt würden.

"Die Schule sollte ein wichtiges Lernfeld für demokratische Teilhabe sein", sagte Korter und forderte, den eigenverantwortlichen Schulen auch die Delegation von Verantwortung an Teams und neue Mitbestimmungsmodelle für Eltern und SchülerInnen zu ermöglichen.

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