Pressemeldung Nr. 91 vom

GRÜNE ein Jahr nach Freitod des Flüchtlings Shambu Lama: Vorgänge im Flüchtlingslager Meinersen immer noch nicht aufgeklärt

Die Landtagsgrünen haben Innenminister Schünemann aufgefordert, im Zusammenhang mit dem Flüchtlingslager Meinersen endlich Konsequenzen aus dem Umgang der Ausländerbehörde Gifhorn mit Flüchtlingen zu ziehen.

Die Landtagsgrünen haben Innenminister Schünemann aufgefordert, im Zusammenhang mit dem Flüchtlingslager Meinersen endlich Konsequenzen aus dem Umgang der Ausländerbehörde Gifhorn mit Flüchtlingen zu ziehen. Ein Jahr nach dem Freitod des nepalesischen Flüchtlings Shambu Lama sei nach der Akteneinsicht deutlich geworden, dass sein Tod hätte verhindert werden können. "Die zuständige Behörde hätte der Entscheidung des Gerichts folgen und die Vollstreckung von Lamas Abschiebung aussetzen müssen", sagte die flüchtlingspolitische Sprecherin Filiz Polat heute (Freitag) in Hannover. Es sei unerträglich, dass die Landesregierung nicht darauf dränge, dass das Fehlverhalten des Gifhorner Amtes im Umgang mit Abschiebungen korrigiert wird. "Stattdessen werden AktivistInnen aus dem stark in der Kritik stehenden Lager Meinersen unter Druck gesetzt und die rigide Abschiebungspolitik fortgesetzt", kritisierte die Grünen-Politikerin.

Shambu Lama hatte am 1. März 2011 Suizid begangen, weil er nach 15 Jahren Duldung abgeschoben und dadurch von seinem wenige Monate alten Kind getrennt werden sollte.

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