Pressemeldung Nr. 295 vom

Grüne empört über VW-Sanktion gegen HBK ?Offenbar erwartet der Konzern für seine Spenden Auftragskunst?

Auf die Entscheidung der VW-Bank, mit der Hochschule für Bildende Künste (HBK) in Braunschweig geplante Projekte zu stornieren, hat die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Grüne mit scharfer Kritik reagie...

Auf die Entscheidung der VW-Bank, mit der Hochschule für Bildende Künste (HBK) in Braunschweig geplante Projekte zu stornieren, hat die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Grüne mit scharfer Kritik reagiert. „Offenbar erwartet der VW-Konzern für seine Spenden Auftragskunst. Mehr als befremdlich ist, dass der HBK-Präsident sich dabei als Zulieferer des Konzerns versteht“, erklärte der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Michel Golibrzuch, am Mittwoch in Hannover.
Kritikwürdig seien nach wie vor die martialischen Äusserungen des VW-Vorstandsvorsitzen-den Piech, der mit Blick auf Marktanteile von einem „Krieg“ gesprochen habe, und nicht die darauf bezogenen Arbeiten des HBK-Meisterschülers Henning Freiberg. Wenn HBK-Präsi-dent Schramm sich in diesem Streit auf die Seite des Sponsors schlage, seien Zweifel an seiner Eignung angebracht, die Hochschule und die sie tragenden Künsterler weiter zu re-präsentieren. Golibrzuch: „Wenigstens hier sollte noch die Freiheit der Kunst und nicht die Macht des Geldes gelten.“
Das Verhalten des VW-Konzerns bezeichnete der Grünen-Politiker als „imageschädigend“ auch für den Hauptanteilseigner, das Land Niedersachsen. Wenn das Land gegen viele Widerstände und mit Unterstützung der Opposition diese Konzernbeteiligung stets verteidige, wolle man nicht durch kleinkarierte Eitelkeiten einzelner Vorstandsvertreter blamiert werden. Golibrzuch: „Wir schlagen vor, Herr Piech erhält von der HBK ein lebensgrosses Bildportrait mit Heiligenschein und VW setzt im Gegenzug seine Unterstützung der Hochschule fort.“

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