Statement:Grüne: Erst die Fakten, dann die politischen Schlussfolgerungen
Es ist entsetzlich und in einem Rechtsstaat nicht hinnehmbar, dass ein Polizist im Einsatz angeschossen und schwer verletzt wird. Göttingen ist eine tolerante und friedliche Stadt, Gewalt – zumal gegen Einsatzkräfte – hat nirgends und erst recht nicht in Göttingen einen Platz.
In der Innenstadt von Göttingen ist ein Polizeibeamter bei durch einen Schuss schwer verletzt worden. Vorausgegangen war ein Polizeieinsatz, nachdem zwei Personengruppen in Streit geraten waren. Dazu sagt Michael Lühmann, innenpolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion und Abgeordneter aus Göttingen:
Es ist entsetzlich und in einem Rechtsstaat nicht hinnehmbar, dass ein Polizist im Einsatz angeschossen und schwer verletzt wird. Göttingen ist eine tolerante und friedliche Stadt, Gewalt – zumal gegen Einsatzkräfte – hat nirgends und erst recht nicht in Göttingen einen Platz. Ich wünsche dem verletzten Polizisten schnelle und vollständige Genesung und bin in Gedanken bei ihm und seiner Familie. Seinen Kolleg*innen, die jetzt den Hergang des Geschehens ermitteln, wünsche ich eine erfolgreiche Arbeit.
Der politischen Debatte, die bereits begonnen hat, wünsche ich die nötige Geduld, die Ermittlungen abzuwarten, und das unabdingbare Augenmaß bei der Einordnung. Es muss gelten: Erst die Fakten, dann politische Schlussfolgerungen. Wer jetzt schon zu wissen glaubt, welche Schlussfolgerungen vor Ort gezogen werden müssen, sollte zunächst einen Schritt zurücktreten und Polizei und Staatsanwaltschaft erst einmal ihre Arbeit machen lassen. Konsequenzen wird die Politik sicherlich diskutieren müssen, doch jetzt gilt es, der Polizei den Rücken zu stärken und die Situation vor Ort nicht auch noch verbal zu befeuern.“