Pressemeldung Nr. 141 vom

GRÜNE fordern Aufklärung über alarmierenden Rückgang der Kulturlandschaft Heide

„Die Kulturlandschaft Heide gehört zu Niedersachsen wie das Wattenmeer und der Harz. Der Verlust der Heidefläche um ein Drittel in den letzten 20 Jahren muss ein Alarmsignal für die politisch Verantwortlichen sein“, so Christian Meyer.

Angesichts des vom Landesamt für Statistik gemeldeten Rückgangs der Heideflächen in Niedersachsen um mehr als 30 Prozent hat der naturschutzpolitische Sprecher der Landtagsgrünen Christian Meyer ein "ökologisches Umsteuern in der Agrarpolitik" gefordert. "Die Kulturlandschaft Heide gehört zu Niedersachsen wie das Wattenmeer und der Harz. Der Verlust der Heidefläche um ein Drittel in den letzten 20 Jahren muss ein Alarmsignal für die politisch Verantwortlichen sein."

Mit einer Anfrage an die Landesregierung will der Grünen-Politiker in Erfahrung bringen, welche Gründe zu diesem drastischen Verlust von Heideflächen geführt haben. Es sei zu befürchten, dass die Überdüngung die wesentliche Ursache für das Verschwinden dieses sehr nährstoffarmen Naturraums ist. "Aus immer größeren Tierställen und Güllebehältern wird immer mehr Stickstoff in die Luft freigesetzt und kommt an anderer Stelle wieder runter. Die Menge entspricht inzwischen den Ausmaßen einer landwirtschaftlichen Volldüngung der 50er Jahre", sagte Meyer. Nicht nur für Heiden, sondern für alle von Natur aus nährstoffarmen Lebensräume entstünden daraus erhebliche Probleme.

Statt der Massentierhaltung müsse die Pflege der Heideflächen und anderer Elemente der traditionellen Kulturlandschaft besser honoriert und gefördert werden. "Für die falsche Ausrichtung der Agrarpolitik trägt die Landessregierung die Verantwortung", sagte der Grünen-Politiker. "Ab 2014 beginnt eine neue Förderperiode und da müssen und werden wir deutlich umsteuern, um nicht auch noch die letzten Reste unserer einzigartigen Heimatkultur zu verlieren".

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