Pressemeldung Nr. 249 vom

Polizei- und Feuerwehrübung unter Beteiligung von Landesbehörden:GRÜNE fordern Aufklärung über Atomtransporte über Cuxhavener Hafen

Mit einer Kleinen Anfrage wollen die Landtagsgrünen von der Landesregierung wissen, ob es zutrifft, dass im September Transporte plutoniumhaltiger MOX-Brennelemente aus Sellafield in das Atomkraftwerk Grohnde über den Cuxhavener Hafen geplant sind.

Mit einer Kleinen Anfrage wollen die Landtagsgrünen von der Landesregierung wissen, ob es zutrifft, dass im September Transporte plutoniumhaltiger MOX-Brennelemente aus Sellafield in das Atomkraftwerk Grohnde über den Cuxhavener Hafen geplant sind.

Anlass für die Parlamentarische Initiative ist eine Polizei- und Feuerwehrübung, deren Szenario Transporte radioaktiver Stoffe zu Grunde lagen. Die öffentlich nicht angekündigte Übung habe unter Beteiligung niedersächsischer Behörden stattgefunden, sagte der Cuxhavener Abgeordnete Hans-Jürgen Klein am Montag (heute) in Hannover. Der Grünen-Politiker wirft der Landesregierung vor, auf die mehrheitliche Ablehnung der Atomenergie in der Bevölkerung mit "Informationsblockade und Vertuschung" zu reagieren. "Dass auch die Stadt Cuxhaven keine Kenntnis von der Übung hatte und offensichtlich auch nicht über die geplanten Transporte informiert ist, ist ein Skandal."

Ein Atomumschlag im Cuxhavener Hafen sei unvereinbar mit den touristischen Interessen der Stadt und des Landkreises Cuxhaven und schade möglicherweise dem Ansehen des Wattenmeers als Weltnaturerbe, sagte Klein. "Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig der Region. Deshalb darf dort allenfalls die Sonne strahlen."

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