Pressemeldung Nr. 2615 vom

Grüne fordern Aufklärung über Finanzen der Hildesheimer "Kaiser-Gala" - Urlaub keine Entlastung für Ex-Aufsichtsratschef Möllring

Die lückenlose Aufklärung der "Kaiser-Gala" im Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum haben die Landtagsgrünen gefordert. Der finanzpolitische Sprecher Stefan Wenzel warf den Verantwortlichen Missb...

Die lückenlose Aufklärung der "Kaiser-Gala" im Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum haben die Landtagsgrünen gefordert. Der finanzpolitische Sprecher Stefan Wenzel warf den Verantwortlichen Missbrauch von Steuergeldern vor. Der seinerzeitige Aufsichtsratsvorsitzende der Hildesheimer Museums AG und jetzige Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) müsse alle Aufsichtsratsprotokolle vorlegen und die Öffentlichkeit informieren.
Die bei der Napoleon-Ausstellung im Oktober letzten Jahres entstandenen Defizite von hun-derttausenden Euro verlangten nach einer detaillierten Rechenschaftslegung. Es sei skan-dalös, wie Möllring sich damit rausrede, dass er an der Veranstaltung nicht teilgenommen hat, weil er im Urlaub war. Wenzel: "Als Aufsichtsratsvorsitzender trägt er zumindest die Mitverantwortung, egal ob er zum Zeitpunkt der Napoleon-Gala auf Korsika oder gar schon auf Elba gewesen sein sollte!" In jedem Fall sei von ihm eine schnelle und umfassende Aufklärung zu erwarten gewesen. Dass es erst einer Auskunftsklage des Steuerzahlerbundes bedurfte, um einige Informationen zu erhalten, sei ein Fall für sich.
Der Grünen-Politiker kündigte an, dass die Hildesheimer Veranstaltung ein parlamentarisches Nachspiel haben wird. "Gerade Herr Möllring als CDU-Vertreter im Untersuchungs-ausschuss in der Glogowski-Affäre wird doch nicht daran erinnert werden müssen, dass Niedersachsen leidvolle Erfahrungen mit protzigen Veranstaltungen in den Heimatstädten von Landespolitikern gemacht hat."

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