Pressemeldung Nr. 2968 vom

GRÜNE fordern Aufklärung über GBH-Villen - Wer gute Häuser "verschenkt", kann keine Zuschüsse vom Land erwarten

Der hannoversche Landtagsabgeordnete Enno Hagenah will sich nach den Presseberichten über den Verkauf der im Georgengarten gelegenen GBH-Häuser an eine Gruppe von Gewerkschaftsfunktionären von der Ges...

Der hannoversche Landtagsabgeordnete Enno Hagenah will sich nach den Presseberichten über den Verkauf der im Georgengarten gelegenen GBH-Häuser an eine Gruppe von Gewerkschaftsfunktionären von der Geschäftsführung des Wohnungsunternehmens über die Umstände genauer unterrichten lassen. Der Grünen-Politker zeigt sich verwundert über die extrem günstigen Konditionen, die von der GBH angeboten wurden, wo doch bekanntermaßen die Gesellschaft enorme finanzielle Probleme habe, um ihrem sozialen Auftrag in der Landeshauptstadt ausreichend gerecht zu werden.
"Wenn die veröffentlichten Zahlen stimmen, hat die Gruppe um IG Metall Chef Peters allenfalls den Grundstückspreis bezahlt und die Häuser im Park mit mehr als 600 qm Wohnfläche geschenkt bekommen. Es ist ein Skandal, wenn die GBH hier offensichtlich auf Geld verzichtet und gleichzeitig die Hand aufhält, um Zuschüsse vom Land für den Abriss von noch nicht abbezahlten Wohnhäusern aus den 70ger Jahren zu erhalten."
Das mangelnde Vermarktungstalent der GBH ist nach Einschätzung Hagenahs schon seit Jahren ein Problem. Inzwischen sei wohl allen Beteiligten im Unternehmen das Gespür für die Potentiale der sehr unterschiedlichen Bausubstanz der GBH-Gebäude abhanden gekommen.
"Offensichtlich ist an der Einschätzung, die GBH sei zu groß und zu weit von den Problemen aber auch den Chancen ihres Gebäudebestandes im Stadtgebiet entfernt, mehr dran als bisher erkennbar war. Es sollte ernsthaft geprüft werden, ob ein grundsätzlicher Strukturwandel der GBH in mehrere stadtteilbezogene eigenverantwortlichen Verwaltungsgesellschaften nicht effektiver und sachgerechter wäre," fordert Hagenah.

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