Pressemeldung Nr. 1478 vom

GRÜNE fordern Ausbau der Angebote im Sozialen und Ökologischen Jahr - Gabriels Zwangsdienst führt zu "sozialer Muskelzerrung"

Den Ausbau der Angebote für das "Soziale Jahr" und das "Ökologische Jahr" in Niedersachsen fordern die Landtagsgrünen. Angesichts der großen Bereitschaft Jugendlicher, sich freiwillig für gesellschaft...

Den Ausbau der Angebote für das "Soziale Jahr" und das "Ökologische Jahr" in Niedersachsen fordern die Landtagsgrünen. Angesichts der großen Bereitschaft Jugendlicher, sich freiwillig für gesellschaftliche Aufgaben zu engagieren, sei es empörend, wie unzureichend das Land für ausreichende und qualifizierte Möglichkeiten der Betätigung sorgt, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Brigitte Pothmer am Dienstag in Hannnover.
Die Grünen-Politikerin wies darauf hin, dass nicht einmal die Hälfte aller Bewerbungen von Jugendlichen positiv beschieden würden. Mit einem "Landesprogramm Freiwilligendienste" sollen deshalb die bestehenden Kapazitäten durch zusätzliche Freiwilligenplätze aufgestockt werden und der neue Bereich der kulturellen Arbeit stärker erschlossen werden.
Pothmer wies die Forderung von Ministerpräsident Gabriel nach Einführung eines Pflichtjahres zurück. "Für die Aufgabe, soziale Verpflichtung und Selbstentfaltung zusammenzubringen ist der Zwangsdienst die denkbar schlechteste Lösung. Der soziale Muskel einer Gesellschaft lässt sich besser trainieren, wenn man sich am Prinzip der Freiwilligkeit orientiert." Der Ruf nach Zwangsmaßnahmen solle offensichtlich von den Versäumnissen der Landesregierung ablenken.
Die Grünen wollen ihre Forderung nach verstärkter Förderung freiwilliger gesellschaftlicher Arbeit in der Landtagssitzung der nächsten Woche vorlegen. Dazu wurde heute ein entsprechender Entschließungsantrag eingebracht.

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