Pressemeldung Nr. 65 vom

Folgen müssen vorab geprüft werden:GRÜNE fordern Ausbaustopp bei Gas-Kavernenfeld Etzel

„Der laufende Hauptbetriebsplan muss gestoppt werden bis eine Umweltverträglichkeitsprüfung und ein Planfeststellungsbeschluss vorliegen“, so Stefan Wenzel nach der Beratung eines Antrages seiner Fraktion im Umweltausschuss. Von den insgesamt 144 beantragten Kavernen seien bislang 40 in Betrieb.

Die Landtagsgrünen haben gefordert, dass die Arbeiten am Gaskavernenfeld Etzel in der Gemeinde Friedeburg (Landkreis Wittmund) solange ausgesetzt werden, bis eindeutig geklärt ist, dass negative Folgen für Bevölkerung und Umwelt ausgeschlossen werden können. "Der laufende Hauptbetriebsplan muss gestoppt werden bis eine Umweltverträglichkeitsprüfung und ein Planfeststellungsbeschluss vorliegen", sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel nach der Beratung eines Antrages seiner Fraktion im Umweltausschuss des Landtages heute (Montag) in Hannover. Von den insgesamt 144 beantragten Kavernen seien bislang 40 in Betrieb. Weitere 40 Kavernen wurden ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und ohne Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) genehmigt.

Die Betreiberfirma hatte im letzten ein Gutachten vorgelegt, wonach durch den Kavernenbau eine Bodenabsenkung von bis zu 1,47 Meter zu erwarten sei. "Das kann erhebliche Kosten für Kanalisation, Wasserversorgung, Straßen und Wohnhäuser zur Folge haben", sagte der Grünen-Politiker. Es sei unverantwortlich, die Arbeiten fortzuführen, ohne für das Gesamtprojekt eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorzunehmen. Das vorliegende Gutachten zu Bodensenkungen berücksichtige zudem nur 70 Kavernen.

Wenzel erinnerte daran, dass die IVG Caverns GmbH am Standort Friedeburg offenbar das weltweit größte Kavernenlager für Erdgas in insgesamt 234 Kavernenspeichern plane. "Dass auch heute noch solche Bergbauprojekte mit weitreichenden Folgen über Jahrhunderte ohne ausreichende Beteiligung der Öffentlichkeit von den Bergbehörden genehmigt werden, ist nicht zu akzeptieren", sagte der Grünen-Politiker.

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