Zielvereinbarungen mit den kommunalen Theatern neu verhandeln:GRÜNE fordern Auskunft über Qualität und Kosten der Arbeit von Minister Stratmanns Theaterberater
Die Landtagsgrünen fordern von der Landesregierung Auskunft über Qualität und Kosten der Tätigkeit eines Beraters von Kulturminister Stratmann.
Die Landtagsgrünen fordern von der Landesregierung Auskunft über Qualität und Kosten der Tätigkeit eines Beraters von Kulturminister Stratmann. Mit einem bis zum 30. Juni laufenden Werkvertrag soll eine "objektive Betrachtung" der niedersächsischen Theaterlandschaft durch externe Kompetenz gewährleistet werden. Der damit beauftragte Berater ist vor wenigen Tagen aus seiner Tätigkeit als Musical-Geschäftsführer in Füssen entlassen worden. "Wenn der von Minister Stratmann beauftragte Theatersanierer in seiner praktischen Kulturarbeit als Fehlbesetzung bezeichnet wird, dann muss die Qualität seiner Tätigkeit hinterfragt werden", sagte die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion, Gabriele Heinen-Kljajic am Freitag in Hannover.
Die Grünen-Politikerin wies darauf hin, dass auch die Inhalte der geplanten Zielvereinbarungen, die das Land mit den kommunalen Theatern treffen will, im Zusammenhang mit dem Beratungsauftrag stehen. In den Vereinbarungen sollen die Leistungen der Theater und die Finanzzuwendungen des Landes bis zum Jahr 2011 geregelt werden. Die Theater kritisieren die Nichtübernahme der Kosten aus Tarifsteigerungen, die nur durch das Schließen ganzer Sparten aufgefangen werden könnten. "Es ist paradox, von den Theatern den Ausbau des Kinder- und Jugendprogramms zu fordern und gleichzeitig faktisch den Finanzierungsanteil zurückzufahren", sagte Heinen-Kljajic.
Sowohl die Frage nach der Qualität der Beratertätigkeit, als auch die Tatsache, dass das Land bisher nicht bereit sei, tariflich bedingte Mehrausgaben bei der Finanzierung zu berücksichtigen, seien Grund genug für einen Neuanfang. Heinen-Kljajic: "Die Zielvereinbarungen mit den Theatern müssen neu verhandelt werden."