Mit Kurzarbeit rund 800 Arbeitsplätze sichern:GRÜNE fordern Conti-Vorstand zur Wiederaufnahme der Verhandlungen auf
Die Landtagsgrünen haben den Vorstand der Continental AG aufgefordert, die Verhandlungen mit Beschäftigten und Gewerkschaften wieder aufzunehmen und Lösungen für die Sicherung der rund 800 bedrohten Arbeitsplätze zu suchen
Die Landtagsgrünen haben den Vorstand der Continental AG aufgefordert, die Verhandlungen mit Beschäftigten und Gewerkschaften wieder aufzunehmen und Lösungen für die Sicherung der rund 800 bedrohten Arbeitsplätze zu suchen. "Die Kurzschlussreaktion der Conti-Führung ist inmitten des weiterhin tobenden Übernahmegerangels durch Schaeffler alles andere als hilfreich", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher Enno Hagenah am Donnerstag (heute) in Hannover. Eine Auseinandersetzung an "mehreren Fronten" gehe zu Lasten aller Beteiligten: des Unternehmens, des Standortes und der Beschäftigten.
Der Grünen-Politiker sieht keinen zwingenden Grund für die überstürzte Entscheidung der Conti-Führung. "Mit der aktuellen Regelung zur Kurzarbeit können die Kosten in der Krise auf ein Minimum reduziert und die Beschäftigten bis weit in das Jahr 2010 gehalten werden", sagte Hagenah.
Es zeuge von schlechtem Stil, dass die Conti-Führung ihre mit den Beschäftigten abgestimmte Linie, auf ein baldiges Abklingen der Absatzkrise zu setzen, verlassen hat. Noch im Januar sei der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen erklärt worden und auch bei der Aufsichtsratssitzung am vergangenen Freitag sei der radikale Kurswechsel nicht einmal andeutet worden.
Hagenah:"Wenn dann aber plötzlich im Alleingang die Schließung der LKW Reifensparte und Massenentlassungen verkündet werden, hintergeht der Conti-Vorstand in einer ohnehin schwierigen Situation sämtliche Mitstreiter und Verbündete."