GRÜNE fordern eindeutige Regelungen zur Integration behinderter Kleinkinder
Die Landtagsgrünen haben den von der Landesregierung geplanten Modellversuch zur Betreuung behinderter Kleinkinder als „untauglich“ kritisiert.
Die Landtagsgrünen haben den von der Landesregierung geplanten Modellversuch zur Betreuung behinderter Kleinkinder als "untauglich" kritisiert. Die von CDU und FDP favorisierte gemeinsame Betreuung behinderter Krippenkinder mit Kindern über drei Jahren, sei "nicht sinnvoll, weil die altersgemischte Betreuung an pädagogische Grenzen" stoße, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte am Montag (heute) in Hannover.
Die Grünen-Politikerin wies darauf hin, dass am kommenden Mittwoch im Sozialausschuss abschließend über einen Antrag ihrer Fraktion beraten wird. "Wir fordern eine klare rechtliche Regelung, die die Genehmigung von integrativen Krippengruppen analog zu den Integrationsgruppen im Kindergarten möglich macht". Der nun vorliegende Änderungsantrag der Koalition führe nicht zu einer Verbesserung der Situation. "Eltern behinderter Kinder bleiben Bittsteller auf der Suche nach einem Betreuungsplatz. Kinder haben von Anfang an ein Recht auf Integration. In Niedersachsen wird das ignoriert", kritisierte Staudte. Die Grünen-Politikerin wies darauf hin, dass der von den Regierungsparteien angekündigte so genannte "Leitfaden" schon längst von betroffenen Eltern in Eigeninitiative erstellt worden sei.