Pressemeldung Nr. 154 vom

Energiewende braucht Konzepte und Instrumente:GRÜNE fordern Einrichtung einer Klimaschutz- und Energieagentur in Niedersachsen

.“ „Nach Fukushima hat man im schwarz-gelben Lager zwar den Ausstieg aus der Atomenergie postuliert. Was aber nach dem plötzlichen Politikwechsel fehlt, sind Konzepte und Maßnahmen mit denen ein neues Energiezeitalter auch tatsächlich eingeläutet werden kann“, so Enno Hagenah.

Die Landtagsgrünen haben der Landesregierung vorgeworfen, ohne Plan und geeignete Instrumente die Energiewende "vor die Wand zu fahren." "Nach Fukushima hat man im schwarz-gelben Lager zwar den Ausstieg aus der Atomenergie postuliert. Was aber nach dem plötzlichen Politikwechsel fehlt, sind Konzepte und Maßnahmen mit denen ein neues Energiezeitalter auch tatsächlich eingeläutet werden kann", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher Enno Hagenah heute (Freitag) bei einem Fachgespräch seiner Fraktion, das sich mit der Notwendigkeit einer Klimaschutz- und Effizienzagentur in Niedersachsen befasst hat. Aufgabe einer solchen Agentur sei es, Wirtschaft, Kommunen und Verbraucher bei der Umsetzung der Energiewende zu beraten und zu unterstützen und damit nachteilige Folgen für Wirtschaft und Verbraucher zu kompensieren.

Der Grünen-Politiker kritisierte, dass den Verbrauchern grundlegende Informationen zum Beispiel über verbrauchsarme Geräte und einen CO2-armen Lebensstil nicht zur Verfügung gestellt würden. Auch die Einsparung von Rohstoffen habe bislang "ein Schattendasein" eingenommen. Dabei könne hier im Vergleich zur Energieeinsparung ein Vielfaches an Kosten im verarbeitenden Gewerbe eingespart werden, wie auf der Veranstaltung der Leiter der Effizienz-Agentur in Nordrhein-Westfalen, Dr. Peter Jahns, erläuterte. Auch Recycling und optimierte Produktionsprozesse böten noch erhebliche Effizienzpotenziale, um mit deutlich weniger Energieeinsatz mehr zu erreichen.

Es sei ein großer Fehler der schwarz-gelben Regierung gewesen, die ehemalige Niedersächsische Energieagentur gleich im ersten Regierungsjahr aufzulösen. "Damit sind kostbare Jahre verloren gegangen, in denen die Agentur hätte weiterentwickelt werden können, um sie neuen Herausforderungen anzupassen", kritisierte Hagenah.

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