Pressemeldung Nr. 86 vom

GRÜNE fordern Ende der Käfighaltung innerhalb der nächsten fünf Jahre

Die Landtagsgrünen haben die heute (Dienstag) vom Landeskabinett beschlossene Fristsetzung für das Ende der Käfighaltung bis 2023 und in Ausnahmefällen sogar bis 2025 als „deutlich zu lang“ kritisiert.

Die Landtagsgrünen haben die heute (Dienstag) vom Landeskabinett beschlossene Fristsetzung für das Ende der Käfighaltung bis 2023 und in Ausnahmefällen sogar bis 2025 als "deutlich zu lang" kritisiert. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Meyer forderte die Landesregierung, dafür Sorge zu tragen, dass der tierquälerischen Haltung von Legehennen innerhalb von fünf Jahren "vollständig und endgültig ein Riegel vorgeschoben wird. "Es kann doch nicht sein, dass es länger dauert aus der umstrittenen Käfighaltung auszusteigen, als aus der Atomenergie!"

Der Grünen-Politiker verweist auf das Bundesverfassungsgerichtsurteil aus dem Jahr 2010, das vom Gesetzgeber fordert, bis Ende März diesen Jahres eine tierschutzkonforme Neuregelung vorzulegen.

Es sei äußerst zweifelhaft, ob die derzeitige Regelung, jedem Huhn in engen Käfigen lediglich die Fläche eines Aktendeckels zuzugestehen, mit dem Tierschutz im Grundgesetz vereinbar ist, sagte Meyer. "Eine artgerechte Tierhaltung sieht anders aus."

Der Grünen-Politiker erneuerte seine Forderung an Agrarminister Lindemann, sich im Bundesrat für die Ausweitung der Kennzeichnung von Eiern auch für verarbeitete Produkte einzusetzen. Meyer: "Damit würden die tierschutzgerechten Bio- und Freilandhaltungen der niedersächsischen Eierwirtschaft vor Importen illegaler Qualeier aus verbotenen Käfigbatterien aus dem Ausland im Sinne des Verbrauchers geschützt."

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