GRÜNE fordern frühzeitige Sprachförderung in den Kitas - Förderkonzept der Landesregierung ist unzureichend
Eine frühzeitige Sprachförderung in den Kindergärten fordern die Landtagsgrünen anlässlich der schlechten Ergebnisse der Deutschtests an 20 Pilotschulen in Niedersachsen."Die Förderung muss mit Begi...
Eine frühzeitige Sprachförderung in den Kindergärten fordern die Landtagsgrünen anlässlich der schlechten Ergebnisse der Deutschtests an 20 Pilotschulen in Niedersachsen.
"Die Förderung muss mit Beginn des Kita-Besuchs einsetzen und nicht erst ein halbes Jahr vor der Einschulung, wie von der Landesregierung geplant," sagte die jugendpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion Meta Janssen-Kucz am Dienstag in Hannover.
Scharfe Kritik äußerte die Grüne erneut an der Weigerung der Landesregierung, die Ausbildung der Kita-Erzieherinnen auf ein europäisches Niveau anzuheben.
"Wer will, dass die Kindertagesstätten eine entscheidende Rolle beim Erwerb der Sprachfähigkeit spielen, muss dort auch investieren," so Janssen-Kucz.
Die Kita-Erzieherinnen müssten besser ausgebildet werden, um Förderbedarf frühzeitig erkennen und Förderkonzepte entwickeln zu können. Dazu müssten auch externe Fachleute wie LogopädInnen und ErgotherapeutInnen in die Kitas geholt werden, forderte Janssen-Kucz.
Das Sprachförderkonzept der Landesregierung sei unzureichend, weil es von einem zu geringen Förderbedarf ausgehe. "Die Kultusministerin hätte nur nach Berlin schauen zu brauchen, wo schon im Frühjahr eine Untersuchung gezeigt habe, wie viele Kinder eine Sprachförderung bräuchten. Dann wäre sie jetzt nicht so erstaunt", sagte Janssen-Kucz.
Als "peinlich" bezeichnete Janssen-Kucz den Versuch von Jürgens-Pieper, die Eltern von Migrantenkindern zu den Sündenböcken zu machen. Wieder einmal versuche die Kultusministerin die Verantwortung auf andere abzuschieben und von eigenen Versäumnissen abzulenken.
rt