Pressemeldung Nr. 20 vom

Grüne fordern Gesamtplan Küstenschutz - Klimawandel bleibt bei Küstenschutz außen vor

„Die Küstenschutzplanungen von Herrn Sander sind von vorgestern. Der bislang nur in Teilen bekannte so genannte „Generalplan Küstenschutz“ berücksichtigt den klimabedingten Meeresspiegelanstieg und stärker werdende Stürme in keiner Weise“, so Hanso Janßen.

"Die Küstenschutzplanungen von Herrn Sander sind von vorgestern. Der bislang nur in Teilen bekannte so genannte "Generalplan Küstenschutz" berücksichtigt den klimabedingten Meeresspiegelanstieg und stärker werdende Stürme in keiner Weise" erklärte der für Küstenschutz zuständige GRÜNEN-Politiker Hans-Joachim Janßen (Varel). Angesichts der aktuellen Sturmentwicklungen dieses Winters und der ständig nach oben korrigierten Prognosen für den Meeresspiegelanstieg sei das unverantwortlich. "Auch Herr Sander muss zur Kenntnis nehmen: Es geht nicht mehr um das "Ob" beim Klimawandel, sondern nur noch um das Tempo". Wissenschaftler gingen mittlerweile davon aus, dass im Bereich der niedersächsischen Nordseeküste bis zur Mitte dieses Jahrhunderts die Sturmflutwasserstände um 70 cm steigen werden. Niedersachsen beziehe aber in seinen bisherigen Planungen lediglich eine Wasserstandserhöhung von 25 cm pro Jahrhundert ein."

Die  Grünen haben das Thema im Landtag auf die Tagesordnung gesetzt und im Umweltausschuss eine schnelle und  umfassende Unterrichtung über die Planungen der Landesregierung im Küstenschutz beantragt. "In der Plenarsitzung stellen wir in der aktuellen Stunde die Frage: Ist die Deichsicherheit bei dieser Landesregierung noch in guten Händen?" kündigte die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, Dorothea Steiner, an.

Sie erwarte, dass die Landesregierung ihre Küstenschutzplanungen erläutert: "Bislang liegt noch nicht einmal der bereits im Dezember von Minister Sander vorgestellte Generalplan Küstenschutz vor – und dass, was davon bekannt ist, ist anscheinend weltfremd und beruht auf veralteten Prognosen. Zudem sind die Inseln mit ihren akuten Dünenabbrüchen überhaupt nicht berücksichtigt und langfristige Planungen, z.B. zur Notwendigkeit zweiter Deichlinien, fehlen" erläuterte die Landtagsabgeordnete.

 "Ein" weiter so", wie Herr Sander es beabsichtigt, gefährdet die Sicherheit hinter den Deichen und damit von 1,2 Millionen Menschen in Niedersachsen", kritisieren die beiden Umweltpolitiker.  

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