GRÜNE fordern Gesundheitsschutzprogramm für Lehrkräfte - Litfin: Geplanter Abbau von Schulpsychologenstellen zeigt Ignoranz der Landesregierung
Die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Brigitte Litfin, hat die Landesregierung aufgefordert, den starken Anstieg der Frühpensionierung von Lehrerinnen und Lehrern endlich als Anla...
Die schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion Brigitte Litfin, hat die Landesregierung aufgefordert, den starken Anstieg der Frühpensionierung von Lehrerinnen und Lehrern endlich als Anlass zum Handeln zu nehmen. Litfin kündigte an, dass ihre Fraktion beantragen werde, 5 Mio. DM für den Gesundheitsschutz in den Schulen in den Landeshaushalt 2001 aufzunehmen. Sie forderte darüber hinaus die Landesregierung auf, auf die geplante Streichung von 24 Stellen für Schulpsychologen zu verzichten.
Litfin reagierte damit auf eine Mitteilung des Statistischen Landesamtes, demzufolge der Anteil der Lehrkräfte, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Dienst vorzeitig aufgeben mussten, 1999 erneut drastisch auf 54% aller pensionierten Lehrerinnen und Lehrer angestiegen ist.
"Die Landesregierung steht dieser Entwicklung vollkommen konzeptionslos gegenüber", kritisierte Litfin. Seit Jahren würden die Vorgaben des Arbeitssicherheitsgesetzes von 1973 und des Arbeitsschutzgesetzes von 1996 vom Kultusministerium schlicht ignoriert.
Litfin verwies darauf, dass viele Lehrkräfte vor allem vom sogenannten Burnout-Syndrom gesundheitlich belastet seien. Ein Schwerpunkt eines Gesundheitsschutzprogrammes müsse es deshalb sein, bessere Bewältigungsstrategien für lehrertypische Belastungssituationen zu entwickeln. Litfin übte in diesem Zusammenhang scharfe Kritik an der Absicht der Landesregierung, ein Viertel aller Stellen für Schulpsychologen zu streichen.
kn