Pressemeldung Nr. 9 vom

Busemann soll Berichte noch vor der Wahl öffentlich machen:GRÜNE fordern Konsequenzen aus schlechten Ergebnissen der Schulinspektion

„Festgestellte Qualitätsmängel in den Schulen müssen zügig behoben werden. Mit einer Vogel-Strauß-Politik kommt der Kultusminister nicht weiter“, so Ina Korter.

Die stellvertretende Vorsitzende der Landtagsgrünen Ina Korter hat Kultusminister Busemann aufgefordert, Konsequenzen aus den schlechten Ergebnissen der Schulinspektion zu ziehen, statt die Berichte unter Verschluss zu halten. "Festgestellte Qualitätsmängel in den Schulen müssen zügig behoben werden. Mit einer Vogel-Strauß-Politik kommt der Kultusminister nicht weiter", sagte die Grünen-Politikerin. Im Dezember war bekannt geworden, dass jedes zehnte Gymnasium in Niedersachsen bei der Schulinspektion so schlecht abgeschnitten hatte, dass eine Nachinspektion erforderlich ist, und dass sich bei mehr als drei Vierteln der Gymnasien erhebliche Mängel in der Unterrichtsqualität gezeigt hatten.

"Die Inspektionsberichte zeigen, dass die Mehrzahl der Schulen nur unzureichend den aktiven Lernprozess der Schülerinnen und Schüler fördert", sagte Korter. Es sei dringend erforderlich, die Unterrichtskonzepte in den Schulen zu modernisieren, die Lehreraus- und –fortbildung zu reformieren und den Schulen ein hoch qualifiziertes Unterstützungsangebot zur Verfügung zu stellen. "Die Schulinspektion hat keinen Sinn, wenn die Schulen anschließend keine Hilfe bekommen, um die notwendigen Verbesserungen einzuleiten".

Den Kultusminister forderte Korter auf, den Bericht der Schulinspektion an das Kultusministerium unverzüglich noch vor der Landtagswahl der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Es dränge sich sonst der Eindruck auf, dass der Minister unliebsame Ergebnisse vertuschen wolle.

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