GRÜNE fordern: Landtag fortlaufend über Flaminia-Bergungsarbeiten unterrichten
Bei aller Erleichterung darüber, dass die Flaminia ohne besondere Vorkommnisse in Wilhelmshaven festgemacht habe, müsse jetzt gewährleistet werden, dass die Ladung und das kontaminierte Löschwasser ohne Gefahren für Beschäftigten und Bevölkerung umweltgerecht entsorgt werden, so Stefan Wenzel.
Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, regelmäßig im Umweltausschuss und im Ausschuss für Häfen und Schifffahrt über den Fortgang der Entsorgungsarbeiten des havarierten Frachters Flaminia zu unterrichten. Bei aller Erleichterung darüber, dass die Flaminia ohne besondere Vorkommnisse in Wilhelmshaven festgemacht habe, müsse jetzt gewährleistet werden, dass die gefährliche Ladung und das kontaminierte Löschwasser ohne Gefahren für die Beschäftigten im Hafen und die Bevölkerung umweltgerecht entsorgt werden, sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel heute (Montag) in Hannover. "In Auswertung der Erfahrungen mit der Havarie und dem internationalen Umgang damit muss jetzt geklärt werden, wie künftig mit Gefahrgutcontainern in den Häfen umgegangen wird", sagte der Grünen-Politiker.
Wenzel: "Es muss davon ausgegangen werden, dass Gefahrgüter im Umfang wie auf der Flaminia auf vielen anderen Containerfrachtern über die Meere gefahren und in norddeutschen Häfen umgeschlagen und gelagert werden. Es ist daher dringend erforderlich, auf europäischer Ebene für derartige Situationen ein funktionierendes Notfallmanagement mit verbindlichen Maßnahmen umzusetzen. Auch die Frage, ob die niedersächsischen Häfen im Alltagsbetrieb ausreichend für den Umgang mit Gefahrstoffen vorbereitet sind, muss von der Landesregierung beantwortet werden."