Pressemeldung Nr. 113 vom

Grüne fordern mehr Aufklärung über Vergewaltigungsdroge

Über die Gefahren durch „K.o.-Tropfen“ muss nach Ansicht der Grünen in Niedersachsen besser aufgeklärt werden. „Mädchen und Frauen sind oft nicht ausreichend über die so genannte Vergewaltigungsdroge informiert“, sagte die frauenpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Elke Twesten.

Über die Gefahren durch "K.o.-Tropfen" muss nach Ansicht der Grünen in Niedersachsen besser aufgeklärt werden. "Mädchen und Frauen sind oft nicht ausreichend über die so genannte Vergewaltigungsdroge informiert", sagte die frauenpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Elke Twesten. Heimlich ins Getränk gemixt nutzen Täter den folgenden "Filmriss" für sexuelle Übergriffe aus. Zuverlässige Angaben über die Zahl solcher Taten in Niedersachen gibt es einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten zufolge in Niedersachsen nicht. Das Landeskriminalamt (LKA) registrierte seit 2003 nur wenige Fälle. "Die Schwierigkeit ist, dass Straftaten in Zusammenhang mit sog. K.o.-Tropfen meistens nicht nachweisbar sind, denn die Substanz kann höchstens zwölf Stunden nach der Tat festgestellt werden", so Twesten. Dies dürfe allerdings nicht dazu führen, den Umgang mit dieser gefährlichen Droge zu unterschätzen. Notruf- und Beratungsstellen berichten deutschlandweit von immer mehr Frauen, die sexuellen Übergriffen im Zusammenhang mit "K.o.-Tropfen" zum Opfer fallen. Und auch der Internationale Suchtmittelkontrollrat (INCB) der Vereinten Nationen hat in seinem kürzlich erschienenen Jahresbericht vor einer Zunahme von Verbrechen gewarnt, bei denen die Opfer zunächst willenlos gemacht werden. "Dieses Thema muss auch in Niedersachsen stärker in den öffentlichen Fokus rücken", forderte Twesten. Sie wies darauf hin, dass Kriminelle zunehmend illegale Arzneimittel nutzen würden, die ohne Verschreibung oder Zulassung problemlos im Internet zu bekommen seien. "Von daher wird die Dunkelziffer auch für Niedersachsen um einiges höher liegen", so Twesten.

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