Kinder und Jugendliche effektiver vor Missbrauch schützen:GRÜNE fordern mehr Aufsicht über pädagogische Einrichtungen
Die Landtagsgrünen haben einen effektiveren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Missbrauch an Schulen und Internaten gefordert. Auch eine Anlaufstelle, an die sich Betroffene wenden könnten, müsse umgehend eingerichtet werden, ...
Die Landtagsgrünen haben einen effektiveren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Missbrauch an Schulen und Internaten gefordert. Auch eine Anlaufstelle, an die sich Betroffene wenden könnten, müsse umgehend eingerichtet werden, sagte die schulpolitische Sprecherin Ina Korter heute (Mittwoch) in Hannover. "Besonders in Institutionen mit quasi geschlossenen Strukturen ist die Gefahr groß, dass Kinder und Jugendliche zum Opfer von Missbrauch werden."
Die Grünen-Politikerin hat sich mit einer Anfrage an die Landesregierung gewandt und will wissen, welche Erkenntnisse über Missbrauchsfälle in niedersächsischen Schulen vorliegen, wie künftig schulaufsichtlich sexuellem Missbrauch in staatlichen, kirchlichen und privaten Schulen vorgebeugt werden soll, welche Führungszeugnisse von pädagogisch in Schulen tätigen Personen verlangt werden und welche Unterstützung die Landesregierung betroffenen Kindern bieten will.
Offenbar hätten in der Vergangenheit auch die staatlichen Aufsichtsbehörden nicht immer genau genug hingesehen, kritisierte Korter. "Es darf nicht sein, dass sich pädagogische Institutionen zu Einrichtungen entwickeln, in denen die Schutzrechte für die Kinder nicht wirken." Alle Einrichtungen, denen Kinder anvertraut würden, müssten deshalb für eine unabhängige staatliche Aufsicht offenstehen, auch Einrichtungen in privater und kirchlicher Trägerschaft.