Pressemeldung Nr. 2141 vom

GRÜNE fordern mehr BISS im Kampf gegen häusliche Gewalt - "Minimallösung" des Landes unzureichend

Die Landtagsgrünen haben die Aktivitäten der Landesregierung im Kampf gegen häusliche Gewalt als "Minimallösung" bezeichnet. "Sechs Beratungs- und Interventionsstellen (BISS) gegen Männergewalt sind v...

Die Landtagsgrünen haben die Aktivitäten der Landesregierung im Kampf gegen häusliche Gewalt als "Minimallösung" bezeichnet. "Sechs Beratungs- und Interventionsstellen (BISS) gegen Männergewalt sind viel zu wenige", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Brigitte Pothmer am Mittwoch in Hannover. "Wir fordern mehr BISS für Niedersachsen." Neben einem flächendeckenden System von BISS-Einrichtungen, die die Arbeit von Polizei, Justiz und Hilfsangeboten vor Ort miteinander vernetzen, sei außerdem eine landesweite Koordination notwendig.
Pothmer kritisierte, dass das Konzept der Landesregierung die Täterarbeit vernachlässige. "Angesichts der hohen Wiederholungsgefahr bei häuslicher Gewalt ist dieser präventive Ansatz unbedingt erforderlich."
Inakzeptabel sei auch, dass der Tatbestand "Gewalt in Familien" bis heute nicht in die niedersächsische Polizeistatistik aufgenommen wurde. Dementsprechend fehlten wichtige Daten. Pothmer: "Die Statistik kann helfen, Licht ins Dunkel zu bringen. Die Kenntnis über Häufigkeit der Taten und deren Zusammenhänge ist unerlässlich für erfolgreiche Gegenmaßnahmen."
Dk/zm


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