Pressemeldung Nr. 322 vom

Schwarz-gelbe Landesregierung hat Turbo-Abi nie evaluiert:Grüne fordern nach Ergebnissen der NIW- Studie dringend Korrektur des Turbo-Abiturs

„Die Erkenntnisse dieser Studie zeigen noch einmal deutlich, dass die Landesregierung ihr Turboabitur überdenken muss. Flexible Regelungen würden Abhilfe schaffen, die Schüler entlasten und zu nachhaltigerem Lernen und Forschen führen“, so Ina Korter.

Als „besorgniserregend“ hat die Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter die neue Studie des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. bezeichnet. Die Studie war nach einer Untersuchung der Effekte des Turbo-Abiturs in Sachsen-Anhalt zu dem Ergebnis gekommen, dass die G8-Abiturienten im Fach Mathematik im Durchschnitt schlechtere Noten hatten, als Schülerinnen und Schüler, die ihre Hochschulreife nach 13 Schuljahren ablegten. Am deutlichsten hatten sich G8-Abiturienten verschlechtert, die zuvor sehr gute Mathematiknoten vorweisen konnten.

„Die Erkenntnisse dieser Studie zeigen noch einmal deutlich, dass die Landesregierung ihr Turboabitur überdenken muss. Flexible Regelungen mit der Möglichkeit, das Abitur nach 12 oder 13 Jahren abzulegen, würden Abhilfe schaffen, die Schüler entlasten und zu nachhaltigerem Lernen und Forschen führen“, so die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen.

Korter bemängelte, dass die schwarz-gelbe Landesregierung die Wirkungen des G 8 –Abiturs in Niedersachsen nie systematisch evaluiert habe.

Auch ein signifikanter Zusammenhang zwischen G8-Abitur und einem anschließenden Studium der Mathematik und Naturwissenschaften konnte in der NIW-Studie nachgewiesen werden. So zeigte sich besonders bei den männlichen G8-Abiturienten eine gegenüber G9-Abiturienten ca. 15 % geringere Wahrscheinlichkeit, Mathematik oder Naturwissenschaften zu studieren.

„Gerade in den MINT-Studienfächern wie Mathematik und Naturwissenschaften gibt es in Deutschland einen großen Fachkräftemangel. Das Turbo-Abitur verschlimmert diese Situation offensichtlich eklatant.“

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