Pressemeldung Nr. 290 vom

Grüne fordern neue Diskussionen in der Region über Atomtransporte nach Schacht Konrad

Angesichts der heute bekannt gewordenen Mängel einer Studie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit zur Sicherheit von Atomtransporten in das zukünftige Endlager Schacht Konrad fordern die GRÜNEN einen regionalen Dialog über mögliche Belastungen von Anwohnerinnen und Anwohner der Transportstrecke.

Angesichts der heute bekannt gewordenen Mängel einer Studie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) zur Sicherheit von Atomtransporten in das zukünftige Endlager Schacht Konrad fordern die Landtagsgrünen einen regionalen Dialog über mögliche Belastungen von Anwohnerinnen und Anwohner der Transportstrecke. "Das Thema geht nicht nur die Stadt Salzgitter an. Die gesamte Region wird die Belastung durch Transporte auf der Schiene oder der Straße zu tragen haben. Auch Salzgitters Nachbarkommunen im Braunschweiger Raum müssen ein Interesse daran haben, mögliche Sicherheitslücken der Transporte zu kennen", so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gabriele Heinen-Kljajic.

2009 hatte die Gesellschaft für Reaktorsicherheit die Überarbeitung ihrer Transportstudie von 1991 vorgelegt und kam hierin zu dem Ergebnis, dass die Atommülltransporte nach Schacht Konrad keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung, das Personal oder die Umwelt darstellen würden.

Die Ergebnisse einer ersten Überprüfung durch den Physiker Wolfgang Neumann, die die Stadt Salzgitter in Auftrag gegeben hatte, zeigen nun jedoch, dass zentrale Annahmen in der GRS-Studie die zu erwartende Strahlenbelastung während des Transports nicht realistisch einschätzen und dass die mögliche Strahlenbelastung durch Transportunfälle unterschätzt wird.

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