Pressemeldung Nr. 115 vom

AKW Grohnde in ungenehmigtem Zustand?:GRÜNE fordern Offenlegung aller Anträge und Genehmigungen zur Leistungssteigerung in Niedersächsischen AKWs

Es müsse vollständig offengelegt werden, welche Maßnahmen von Seiten der Kraftwerksbetreiber in Lingen und Grohnde beantragt und welche bereits umgesetzt worden seien und welche schriftlichen oder mündlichen Zusagen Umweltminister Sander RWE und EON möglicherweise gegeben habe, so Stefan Wenzel.

Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert zur Genehmigungspraxis des Niedersächsischen Umweltministers Sander gegenüber RWE und EON im Zusammenhang mit der Leistungssteigerung der AKW Lingen und Grohnde unverzüglich Stellung zu nehmen. Es bestehe der Verdacht, dass EON als Betreiber des AKW Grohnde im Vertrauen auf eine offenbar mündliche Zusage Sanders, bereits umfangreiche Erweiterungen und Umbauten vorgenommen habe, sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Wenzel heute (Dienstag) in Hannover nach entsprechenden Medienberichten. "Damit befände sich dieses AKW möglicherweise in einem nicht genehmigten Zustand." Wer an einer solchen technischen Einrichtung unerlaubt Veränderungen vornimmt, verspiele seine Betriebsgenehmigung, sagte der Grünen-Politiker. Von daher müsse der Betreiber des AKW Grohnde jeden Verdacht ausräumen, dass Änderungen im sicherheitstechnischen Bereich der Anlage vorgenommen worden sind.

Es müsse vollständig offengelegt werden, welche Maßnahmen von Seiten der Kraftwerksbetreiber in Lingen und Grohnde beantragt und welche bereits umgesetzt worden seien und welche schriftlichen oder mündlichen Zusagen Umweltminister Sander RWE und EON möglicherweise gegeben habe.

Wenzel: "Es ist zu befürchten, dass Umweltminister Sander mit einer Hemdsärmeligkeit vorgegangen ist, die jenseits aller atom- und baurechtlichen Verfahren und Normen liegt."

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