GRÜNE fordern seriöse Diskussion über Zukunft der Orientierungsstufe - Durch penible Sicherung des Datenschutzes für Akzeptanz der OS-Untersuchung sorgen
Die schulpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion Brigitte Litfin hat die Kultusministerin aufgefordert, bei der Strukturuntersuchung zur Orientierungsstufe für einen peniblen Schutz der gesa...
Die schulpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion Brigitte Litfin hat die Kultusministerin aufgefordert, bei der Strukturuntersuchung zur Orientierungsstufe für einen peniblen Schutz der gesammelten Daten zu sorgen. Nur so könne bei den befragten Lehrkräften, Eltern und Schülern die notwendige Akzeptanz erreicht werden. Ihre Fraktion habe deshalb einen Antrag in den Landtag eingebracht, die Fragebogenaktion zu stoppen, bis sie durch den Datenschutzbeauftragten überprüft worden sei und bis die volle Anonymität der Befragten sichergestellt werden könne. Insbesondere forderte die Grüne, die Code-Zahlen , die Rückschlüsse auf die Person der Antwortenden zuließen, von den Fragebögen zu entfernen. Litfin machte jedoch deutlich, dass sie im Gegensatz zur CDU die Durchführung einer wissenschaftliche Untersuchung vor der Entscheidung über die Zukunft der Orientierungsstufe begrüße.
Litfin forderte SPD und CDU auf, zu einer sachgerechten Diskussion über die Zukunft der Orientierungsstufe zurückzukehren. "Der Zickzack-Kurs der SPD und die schlichten Weg-mit-Parolen der CDU machen eine seriöse schulpolitische Debatte unmöglich", kritisierte Litfin. "Veränderungen von Schulstrukturen stellen einen außerordentlich komplexen und sensiblen Prozess dar", so Litfin. Auch die Einführung der Orientierungsstufe habe mehr als ein Jahrzehnt an Zeit erfordert. Der Entscheidungsprozess über die Weiterentwicklung der Schulstruktur dürfe sich jetzt nicht nur an Wahlterminen orientieren.