Grüne fordern sofortigen Abschiebestopp für Flüchtlinge aus dem Kongo
„Es ist verantwortungslos, Menschen in ein Land abzuschieben, in dem noch heute Vergewaltigungen von Frauen als Mittel bei bewaffneten Auseinandersetzungen an der Tagesordnung sind“ sagte die Grünen-Abgeordnete Georgia Langhans.
Anlässlich der bevorstehenden Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo drohen die ohnehin chaotischen Zustände sich dort erneut dramatisch zu verschlechtern. "Es ist verantwortungslos, Menschen in ein Land abzuschieben, in dem noch heute Vergewaltigungen von Frauen als Mittel bei bewaffneten Auseinandersetzungen an der Tagesordnung sind", sagte die Grünen-Abgeordnete Georgia Langhans. "Wer den Film "Lost Children" gesehen hat", so die migrationspolitische Sprecherin Langhans weiter, "wird sich spätestens danach des grauenhaften Schicksals von zwangsrekrutierten Kindersoldaten bewusst sein. Die CDU-Landtagsfraktion hat sich diesen Film gestern (Dienstag) in einer Sondervorstellung in Hannover vorführen lassen. Wir erwarten daraus Konsequenzen." Angesichts der im Kongo herrschenden großen Armut und der daraus resultierenden katastrophalen Gesundheitsversorgung existierten für die abgeschobenen Flüchtlinge im Land keinerlei Zukunftsperspektiven, so Langhans. Der berichtete tragische Tod einer im August 2004 in den Kongo abgeschobenen schwangeren Frau bestätige dramatisch, dass weitere Abschiebungen verhindert werden müssten. "Angesichts dieser unhaltbaren Zustände im Kongo sollte sich die Koalition aus CDU und FDP in Niedersachsen gut überlegen, ob es mit christlichen Werten vereinbar ist, Menschen in eine Region abzuschieben, in der sie um Leib und Leben fürchten müssen", so Langhans abschließend.