GRÜNE fordern sofortigen Stopp der Weservertiefung
Nach den alarmierenden Prognosen des geplanten UN-Klimaberichts haben die Landtags-grünen ihre Forderung nach einem sofortigen Stopp der geplanten Flussvertiefungen an der Weser bekräftigt.
Nach den alarmierenden Prognosen des geplanten UN-Klimaberichts haben die Landtagsgrünen ihre Forderung nach einem sofortigen Stopp der geplanten Flussvertiefungen an der Weser bekräftigt. Es wäre verantwortungslos, die neuen Erkenntnisse über den zu erwartenden Meeresspiegelanstieg und die Zunahme schwerer Stürme nicht zu berücksichtigen, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzene Ina Korter am Montag in Hannover. "Jede weitere Vertiefung setzt die Deichsicherheit und damit Leib und Leben der Küstenbewohner aufs Spiel".
Im Zusammenhang mit der am 8. Februar beginnenden Erörterung der rund 1000 Einwendungen gegen die geplante Weservertiefung forderte Korter die Landesregierung erneut auf, das notwendige Einvernehmen Niedersachsens zur Vertiefung der Weser zu versagen.
Nicht nur in den besonders gefährdeten Flussmündungen würden die Auswirkungen des Klimawandels ignoriert, sagte der für Küstenschutz zuständige Grünen-Abgeordnete Hans-Joachim Janßen.
"Beim neuen Generalplan Küstenschutz tut Minister Sander so, als ob es den Meeresspiegelanstieg überhaupt nicht gäbe. Diese Politik ist nicht nur dumm, sie ist für die Menschen an der Küste schlicht lebensgefährlich". Der Generalplan bedürfe einer grundlegenden Überarbeitung.