GRÜNE fordern Stallbaumoratorium statt Gülletourismus - Minister Bartels legalisiert umwelt- und tierschutzwidrige Zustände in Südoldenburg
Die heute (Dienstag) vorgestellten Maßnahmen des niedersächsischen Landwirtschaftsministers Bartels zur Entwicklungssteuerung der Massentierhaltung im Weser-Ems-Gebiet ist bei den Landtagsgrünen auf K...
Die heute (Dienstag) vorgestellten Maßnahmen des niedersächsischen Landwirtschaftsministers Bartels zur Entwicklungssteuerung der Massentierhaltung im Weser-Ems-Gebiet ist bei den Landtagsgrünen auf Kritik gestoßen.
„Das ist keine Agrarwende, sondern der untaugliche Versuch mit End-of-pipe-Lösungen umwelt- und tierschutzwidrige Zustände in der Region zu legalisieren,“ sagte der agrarpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein unter Hinweis auf einen Gülleüberschuss von 50 % in Südoldenburg.
Statt Güllebörse mit verstärktem Gülletourismus sei ein sofortiges Moratorium für weitere Stallbauten und ein konsequentes Umbauprogramm erforderlich, sagte der Grünen-Politiker.
Klein verwies auf die Notwendigkeit, auch in Gebieten mit intensiver Mast die flächengebundene Tierhaltung umzusetzen. „Dafür gäbe es auch die Zustimmung der Kommunen in der Region, deren Entwicklungs- und Planungsmöglichkeiten zur Zeit unter dem ungebrochenen Trend zu neuen Stallbauten und größeren Tierzahlen ersticken.“