GRÜNE fordern Stopp der Bundesratsinitiative für Käfighaltung
Anlässlich des aktuellen Nikotineierskandals fordern die Grünen die Landesregierung auf, ihre Bundesratsinitiative zum Kippen des Käfighaltungsverbots zurückzuziehen.
Anlässlich des aktuellen Nikotineierskandals fordern die Grünen die Landesregierung auf, ihre Bundesratsinitiative zum Kippen des Käfighaltungsverbots zurückzuziehen.
"Es kann nicht angehen, dass mitten in diesem riesigen, weit über die Grenzen Niedersachsens hinausgehenden Lebensmittelskandal das bevorstehende Inkrafttreten des Käfighaltungsverbots im Jahr 2007 gekippt werden soll. Denn nur in der Käfighaltung kommt es immer wieder zur illegalen Anwendung von Nikotin", betont die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner.
"Das Land Niedersachsen muss diese Bundesratsinitiative auch deshalb zurückziehen, weil das Ministerium den Versuch zugegeben hat, den Skandal unter der Decke zu halten, bis die Bundesratssitzung am 7. April vorüber ist."
Die Initiative, die zusammen mit Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern ergriffen wurde, wird am morgigen Freitag im Bundesrat verhandelt. Sie soll die 2001 beschlossene Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung so verändern, dass das darin geregelte Käfighaltungsverbot ab 2007 um zwei Jahre verschoben wird. Gleichzeitig soll die so genannte "Kleinvoliere" eingeführt werden. "Voliere klingt schön und erinnert an Fliegen. Aber bei 60 cm Höhe haben die Hennen noch nicht mal die Möglichkeit, mit den Flügeln zu schlagen! Und mit 800 Quadratzentimetern Platz pro Tier ist ihre Situation so schlecht, wie im Käfig, " so Steiner.