GRÜNE fordern Transportstopp für Castor-Behälter- Nach Rechenfehlern sind reale Tests unverzichtbar
Die Landtagsgrünen fordern einen Transportstopp für Castor-Behälter in das Zwischenlager Gorleben, solange die nach Berechnungen von Wissenschaftlern der Uni Hannover vorhandenen Sicherheitsmängel nic...
Die Landtagsgrünen fordern einen Transportstopp für Castor-Behälter in das Zwischenlager Gorleben, solange die nach Berechnungen von Wissenschaftlern der Uni Hannover vorhandenen Sicherheitsmängel nicht eindeutig widerlegt sind. Bei der Überprüfung der von der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) vorgelegten Sicherheitsnachweise hatten die hannoverschen Mathematiker zahlreiche Fehler gefunden und festgestellt, dass die Belastung der Castoren bei einem Unfall 20 mal höher sei, als bisher behauptet.
Die Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen, Rebecca Harms, kritisierte, dass es bisher keinerlei reale Tests an dem überprüften Castor-Typ gibt. "Nach den jetzt vorliegenden Ergebnissen, muss allen Beteiligten klar sein, dass ein Sicherheitsnachweis nicht allein aus mathematischen Formeln bestehen kann", so Harms.
Die Grünen-Politikerin forderte neben den Falltests eine Überprüfung aller bisherigen Berechnungen der GNS. Solange die Sicherheitsbedenken nicht auf dieser Basis widerlegt werden können, halten die Landtagsgrünen einen Stopp aller Transporte von hochradioaktiven Abfällen nach Gorleben für notwendig.
rh