Regierung hat Oesterlen-Bau als Denkmal anerkannt:GRÜNE fordern umgehende Wiederaufnahme der Instandsetzungsarbeiten am Landtag
„Nach der nun vorliegenden rechtlichen Bewertung der Regierung zum Denkmalschutz ist der Abriss endgültig vom Tisch“, so Enno Hagenah. Die vor drei Jahren begonnenen Instandsetzungsarbeiten dürften nicht länger wegen des „Irrweges der Neubauplanung“ unterbrochen bleiben.
Die Landtagsgrünen haben die Landesregierung aufgefordert, umgehend die "überfälligen Instandsetzungsarbeiten" des denkmalgeschützten Plenarsaals im Oesterlen-Bau in die Wege zu leiten. "Nach der nun vorliegenden rechtlichen Bewertung der Regierung zum Denkmalschutz ist der Abriss endgültig vom Tisch", sagte der hannoversche Abgeordnete Enno Hagenah heute (Montag) in Hannover. Die vor drei Jahren begonnenen Instandsetzungsarbeiten dürften nicht länger wegen des "Irrweges der Neubauplanung" unterbrochen bleiben.
Nach Medienberichten hatte sich das Wissenschafts- und Kulturministerium der Auffassung zweier Gutachten angeschlossen und die Denkmaleigenschaft des Landtagsgebäudes anerkannt. "Die Landesregierung kann sich ihrer Verantwortung als Eigentümerin eines Denkmals nicht mehr entziehen", sagte der Grünen-Politiker. Es gäbe keinen Grund nicht schon morgen mit den dringendsten Sanierungsarbeiten oder mit den nötigen Brandschutzmaßnahmen in der Gastronomie zu beginnen.
Hagenah erinnerte daran, dass die Natursteinfassade des Oesterlen-Baus bereits vor fünf Jahren mit Millionenaufwand neu gedämmt und verkleidet worden sei. Nun müssten die damals ebenfalls bereits geplanten inneren Sanierungsarbeiten mit Wärmedämmung, behindertengerechten Zugängen und moderner technischer Ausstattung fortgeführt werden.