GRÜNE fordern Untersuchungen und umgehende Information der Bevölkerung über Gen-Reis
„Wir brauchen für solche Fälle ein Frühwarnsystem für Verbraucher, zum Beispiel über die Internetseite des Verbraucherschutzministeriums“, sagte der Abgeordnete Hans-Jürgen Klein am Mittwoch (heute) in Hannover.
Umfassende Untersuchungen und umgehende Information der Bevölkerung über die Belastung von Reis und Reisprodukten mit gentechnisch veränderten Bestandteilen erwarten die Landtagsgrünen von der Landesregierung. "Wir brauchen für solche Fälle ein Frühwarnsystem für Verbraucher, zum Beispiel über die Internetseite des Verbraucherschutzministeriums", sagte der Abgeordnete Hans-Jürgen Klein am Mittwoch (heute) in Hannover. Der verbraucherschutzpolitische Sprecher seiner Fraktion verwies darauf, dass es über den Skandal um den nicht zugelassenen Genreis LLRice 601 erst jetzt Informationen aus dem Ministerium gibt.
Die Verbraucherzentrale hatte bereits Tage zuvor reagiert.
Für Klein macht die Vermischung im Reis deutlich, dass angesichts des zunehmenden Anbaus von Genpflanzen in Europa, das Recht und die Freiheit der Verbraucher, sich gegen Genlebensmittel zu entscheiden, nicht mehr zu gewährleisten sind. "Die Verunsicherung beim Einkauf steigt weiter", sagte der Grünen-Politiker. Die andauernden Aktivitäten der Landesregierung, die geltenden gesetzlichen Beschränkungen der Agrogentechnik zu lockern, seien verantwortungslos. "Selbst mit nur ein bisschen Gentechnik werden die gentechnikfreie Landwirtschaft und der Biolandbau keine dauerhafte Chance haben. Damit wäre auch der massenhafte Verlust von Arbeitsplätzen in Niedersachsen verbunden", sagte Klein.