Pressemeldung Nr. 329 vom

GRÜNE fordern verbindliche Qualifizierung für Tagesmütter

Die Landtagsgrünen haben gefordert, im Zuge des Betreuungsausbaus in Niedersachsen eine verpflichtende Qualifikation für Tagesmütter einzuführen.

Die Landtagsgrünen haben gefordert, im Zuge des Betreuungsausbaus in Niedersachsen eine verpflichtende Qualifikation für Tagesmütter einzuführen. Um den Rechtsanspruch auf eine Betreuung für unter Dreijährige umzusetzen, würden neben dem Krippenausbau auch die Plätze in der Tagespflege ausgeweitet, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Miriam Staudte am Montag (heute) in Hannover. "Die Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihr Kind von gut ausgebildeten und belastbaren Personen betreut wird".

Für die Qualifizierung der Tageseltern gäbe es bundesweit ein 160-Stunden-Curriculum, das vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) empfohlen werde, viele Jugendämter in Niedersachsen verlangen jedoch nur eine 60 Stunden umfassende Qualifizierung als Voraussetzung für den Pflegenachweis. Die für Kinder- und Jugendpolitik zuständige Grünen-Politikerin forderte die verbindliche Beteiligung am Curriculum als Mindestvoraussetzung für den Einsatz in der Tagespflege. "Die Tagespflege droht sonst zur Billigbetreuung zu verkommen."

Staudte wies darauf hin, dass zudem vielen Jugendämtern die Ressourcen für die fachliche Begleitung, die den Tagesmüttern nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) zustehe, fehlen. "Wie wichtig die Beratung und Begleitung ist, zeigt der tragische Tod eines Kleinkindes in Bayern, das von seiner überforderten Tagesmutter zu Tode geschüttelt worden ist."

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