GRÜNE fordern von der Bundesregierung Sofortmaßnahmen bei hohen Ozonwerten
Als unzureichend hat der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsgrünen Stefan Wenzel die Maßnahmen der Bundesregierung gegen Ozon-Sommersmog bezeichnet. Es würden ?akut wirksame Komponenten? fehlen,...
Als unzureichend hat der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsgrünen Stefan Wenzel die Maßnahmen der Bundesregierung gegen Ozon-Sommersmog bezeichnet. Es würden „akut wirksame Komponenten“ fehlen, die dazu beitragen, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei hohen Ozonkonzentrationen zu mindern. Wenzel unterstützte die Initiative des schleswig-holsteinischen Umweltministers Klaus Müller (Grüne), bei extremen Ozon-Wetterlagen ein Tempolimit für Lastwagen und PKW einzuführen.
Der Grünen-Politiker kritisierte, dass die im Maßnahmenpaket der Bundesregierung enthaltenen Ozontickets für Busse und Bahnen noch nicht eingeführt sind. Er forderte, bei hoher Ozonbelastung jeweils Wochenkarten zum halben Preis anzubieten. „Jetzt darf nicht erst noch ein monatelanges Finanzgezerre mit den Kommunen und Verkehrsunternehmen anfangen. Der Bund muss zahlen", sagte Wenzel.
Darüber hinaus forderte der Grünen-Politiker ein Fahrverbot für Autos ohne KAT bei erhöhten Ozonwerten. Dieser Eingriff sei vertretbar und angesichts der Belastung insbesondere für Kinder, Schwangere, Kranke und alte Menschen mehr als verhältnismäßig.
Die SPD-Bundestagsfraktion und der Kanzler müssten ihre Blockade an diesem Punkt aufgeben.
Wenzel ist davon überzeugt, dass an außerordentlich heißen Tagen mit gesundheitsgefährdenden Ozonwerten wie Anfang dieser Woche, Einschränkungen des Autoverkehrs und auch Tempolimits akzeptiert würden.