Statement:Grüne: Fortschritte beim nachhaltigen Nährstoffmanagement sind Erfolg von Landwirtschaft und Politik

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die niedersächsische Landwirtschaft beim Umgang mit Nährstoffen deutliche Fortschritte macht. Das ist eine gute Nachricht für unsere Böden, unsere Gewässer und den Umweltschutz.

Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte und Vertreter*innen der Landwirtschaftskammer haben den 13. Nährstoffbericht vorgestellt. Er dokumentiert, dass bei den Düngevorgaben Fortschritte erzielt wurden, dass aber ebenso weiter Handlungsbedarf beim Gewässerschutz besteht. Dazu sagt Pascal Leddin, landwirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion: 

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die niedersächsische Landwirtschaft beim Umgang mit Nährstoffen deutliche Fortschritte macht. Erstmals wird die gesetzliche Obergrenze für Stickstoff aus Wirtschaftsdüngern in allen Landkreisen eingehalten, gleichzeitig wird insgesamt weniger Stickstoff ausgebracht als noch vor einigen Jahren. Das ist eine gute Nachricht für unsere Böden, unsere Gewässer und den Umweltschutz. Positiv ist zudem, dass die Nährstoffmengen aus der Tierhaltung weiter leicht zurückgehen und Wirtschaftsdünger zunehmend sinnvoll in Biogasanlagen genutzt wird.

Diese Entwicklung kommt nicht von allein. Viele Landwirt*innen haben in den vergangenen Jahren ihre Bewirtschaftung angepasst und viel dafür getan, Nährstoffe effizienter einzusetzen. Gleichzeitig haben klare gesetzliche Vorgaben den notwendigen Rahmen geschaffen. Die Fortschritte beim Nährstoffmanagement zeigen, dass Landwirtschaft und Umweltschutz zusammen gedacht werden können. Dafür gebührt den Landwirtinnen und Landwirten Anerkennung, denn sie sorgen täglich für unsere Ernährung und übernehmen Verantwortung für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

Beim Schutz von Grund- und Oberflächengewässern ist Niedersachsen aber noch nicht am Ziel angelangt. Nur an etwa einem Drittel der Messstellen sind positive Trends erkennbar. Bei mehr als der Hälfte der Grundwassermessstellen bleiben die Nitratwerte weitgehend unverändert, an etwa einem Sechstel steigen sie sogar weiter an. Außerdem weisen derzeit nur etwa drei Prozent der Wasserkörper einen guten ökologischen Zustand beziehungsweise ein gutes ökologisches Potenzial auf. Deswegen wird weiterhin deutlich: Auch bei den Oberflächengewässern besteht erheblicher Nachholbedarf. Weiterhin ist Niedersachsen vom Ziel der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, alle Gewässer in einen guten chemischen und ökologischen Zustand zu überführen, zu weit entfernt.

Deshalb werden wir den eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgen und die bestehenden Herausforderungen in enger Absprache mit der Landwirtschaft angehen.

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