Pressemeldung Nr. 1457 vom

GRÜNE fragen nach Aussaat von Genmais in Niedersachsen - Kritik an "ungebrochener Experimentierfreude"

Mit einer parlamentarischen Anfrage wollen die Landtagsgrünen in Erfahrung bringen, ob noch in diesem Frühjahr mit der Aussaat von Genmais in Niedersachsen zu rechnen ist. Die Fraktionsvorsitzende Reb...

Mit einer parlamentarischen Anfrage wollen die Landtagsgrünen in Erfahrung bringen, ob noch in diesem Frühjahr mit der Aussaat von Genmais in Niedersachsen zu rechnen ist. Die Fraktionsvorsitzende Rebecca Harms und der agrarpolitische Sprecher Hans-Jürgen Klein weisen auf die Gefahr der Übertragung von Erbeigenschaften der Gentech-Pflanzen auf andere Pflanzen hin. Sie fragen deshalb, wann und wie die Ackernachbarn, die betroffenen Kommunen sowie die in der Region arbeitenden Imker über das Vorhaben benachrichtigt werden. Auch über Abstandsregelungen und weitere Auflagen bei diesen Freisetzungen von Genmais wollen sie von der Landesregierung informiert werden.
Das Bundessortenamt hatte jüngst 50 Tonnen gentechnisch verändertes Mais-Saatgut für Freisetzungsversuche freigegeben.
Angesichts der bekannten Risiken kritisieren die Grünen-Politiker die "ungebrochene Experimentierfreude der Gentech-Industrie". Harms erinnerte daran, dass geschädigte Landwirte in Kanada bereits per Gericht gegen die Freilandversuche zu Felde ziehen.
Außerdem hätten sich erst vor wenigen Monaten bei einer EU-weiten Verbraucherbefragung 70 % der Befragten gegen Gentech-Lebensmittel ausgesprochen.
mb/zm

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