GRÜNE fragen nach Chemieunfall im Landkreis Göttingen Verbesserungsbedarf bei Kooperation - zwischen Bundesländern
Erheblichen Verbesserungsbedarf bei der Kooperation von Rettungskräften und Behörden sehen die Landtagsgrünen nach dem Chemieunfall in Thüringen nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen. Der Unfall hatt...
Erheblichen Verbesserungsbedarf bei der Kooperation von Rettungskräften und Behörden sehen die Landtagsgrünen nach dem Chemieunfall in Thüringen nahe der Landesgrenze zu Niedersachsen. Der Unfall hatte die Leine im Landkreis Göttingen auf sechs Kilometern Länge zum biologisch toten Gewässer gemacht. "Es hat offensichtlich erhebliche Schwierigkeiten zwischen den Behörden gegeben, über die Landesgrenzen hinweg zu kooperieren," sagte der innenpolitische Sprecher Dr. Hans-Albert Lennartz am Freitag in Hannover.
So habe es fast einen Tag gedauert, bis in Göttingen die Informationen vorlagen, welcher giftige Stoff in die Leine gelangt war.
Trotz guter Kontakte zu den Verwaltungen in Thüringen, Hessen oder den anderen Nachbarländern hätten die Landkreise als örtliche Katastrophenschutzbehörden Schwierigkeiten beim gemeinsamen Vorgehen bei Chemieunfällen und anderen Unfällen. Pannen wie in Göttingen könnten sich täglich anderswo entlang der Landesgrenze wiederholen, sagte der Grünen-Politiker.
In einer Kleinen Anfrage will der Grünen-Politiker nun von der Landesregierung wissen, wie die Zusammenarbeit von Rettungskräften und Behörden bei Unfällen, Bränden und im Katastrophenfall geregelt wird, welche Schwierigkeiten sich bei der Kooperation der zuständigen Stellen ergeben und wo die Zusammenarbeit verbessert werden kann.
Die Anfrage ist über den folgenden Link aufrufbar.