Pressemeldung Nr. 3672 vom

GRÜNE fragen nach Gesundheitsversorgung im niedersächsischen Strafvollzug

Mit einem umfangreichen Fragenkatalog wollen die Landtagsgrünen die Gesundheitsversorgung in den Strafvollzugsanstalten Niedersachsens thematisieren. Anlass seien, so der strafvollzugspolitische Sprec...

Mit einem umfangreichen Fragenkatalog wollen die Landtagsgrünen die Gesundheitsversorgung in den Strafvollzugsanstalten Niedersachsens thematisieren. Anlass seien, so der strafvollzugspolitische Sprecher Andreas Meihsies Aussagen von Gefangenen über eine unzureichende und nachlässige ärztliche Versorgung in den Anstalten, die auch durch wissenschaftliche Untersuchungen untermauert würden.
So stuft die Universität Oldenburg die personelle und apparative medizinische Infrastruktur als völlig unzulänglich und veraltet ein und beanstandet einen eklatanten Mangel an zukunftsweisenden Konzepten zum Beispiel zur psychosomatischen Versorgung, zur Infektionsprophylaxe und zur Gesundheitsförderung.
In der parlamentarischen Initiative der Grünen wird die Landesregierung nicht nur nach dem gegenwärtigen Stand der ärztlichen Versorgung sondern auch nach Konzepten für die Gesundheitsförderung gefragt, die die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit der Inhaftierten zum Ziel hat. Darüber hinaus will der Abgeordnete wissen, wie die Landesregierung den unter Gefangenen sehr weit verbreiteten Suchterkrankungen und Infektionen in Zukunft begegnen will, nachdem keine Spritzenautomaten mehr zur Verfügung stehen und die externe Drogenberatung ab dem nächsten Jahr eingestellt werden wird.

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