Gesundheitsministerium hatte vor einem Jahr Broschüre angekündigt:GRÜNE fragen nach HPV-Impfratgeber
Mangelndes Engagement bei der Beratung und Aufklärung über die so genannte HPV-Impfung, die junge Frauen und Mädchen vor Gebärmutterhalskrebs schützen soll, hat die frauenpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Elke Twesten dem Niedersächsischen Gesundheitsministerium vorgeworfen.
Mangelndes Engagement bei der Beratung und Aufklärung über die so genannte HPV-Impfung, die junge Frauen und Mädchen vor Gebärmutterhalskrebs schützen soll, hat die frauenpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Elke Twesten dem Niedersächsischen Gesundheitsministerium vorgeworfen. Bereits vor einem Jahr habe Ministerin Ross-Luttmann angekündigt, einen "Impfratgeber" zu veröffentlichen. Seitdem sei jedoch nichts geschehen, kritisierte die Grünen-Politikerin.
Twesten hat eine Kleine Anfrage vorgelegt. "Das Thema ist immer noch höchst brisant und umstritten und eine unabhängige Impfberatung notwendiger denn je", sagte die Grünen-Politikerin. "Jenseits der aufgeführten Impfschäden ist die Wirksamkeit der Impfung weiterhin umstritten. Ungeachtet dessen gelang es den Pharmafirmen, ihre Impfstoffe mit einem einzigartigen Werbefeldzug aggressiv zu bewerben und für einen umfangreichen Absatz ihrer Produkte zu sorgen. Gardasil und Cervarix sind für die Pharmafirmen wie eine Lizenz zum Gelddrucken. Was wir brauchen sind unabhängige umfassende Informationen, um sich individuell für oder gegen eine Impfung zu entscheiden, diese Informationsmöglichkeiten gibt es aktuell nicht", stellt die Abgeordnete fest.
Twesten erinnerte daran, dass es von Anfang an kritische Stimmen gegen diese Impfung gab. Fachleute seien skeptisch, nicht zuletzt deshalb, weil die Impfung mit 450 Euro als die teuerste aller Zeiten gilt und nicht vor allen riskanten HPV-Typen schützt. Viele Experten bewerteten die Datenlage zum Zeitpunkt der Zulassung der Impfung als unzureichend. Die gesundheitlichen Risiken im Zusammenhang mit der Impfung für die Mädchen und jungen Frauen sind nicht abschließend geklärt und bereits jetzt ist die Liste der Nebenwirkungen, herausgegeben vom Paul-Ehrlich-Institut, sehr lang und reicht von Schwindel, anhaltenden Blutgerinnungs- und Nervenstörungen bis hin zu Lähmungen.